Über die Farbgeburg der Heraldik

In der Heraldik sind die Farben in zwei verschiedene Bereiche unterteilt.

Zum einen gibt es die Metallfarben. Diese sind Gold und Silber. Für einfache Wappenausfertigungen kann anstelle von Gold die Farbe Gelb und für Silber die Farbe Weiß gesetzt werden. Die Farben Gelb und Weiß sind somit nur Ersatzfarben und deshalb gibt es für Sie keine gesonderte heraldische Betrachtung. Für Metallfarben gilt eine besondere Regel, die ihre Vertreter mit einschließt. Sie dürfen niemals aneinander gelegt werden. Eine Verwendung von Gold und Silber für ein Wappen schließt sich somit aus. Seitens der Geschichte ist nur ein Fall belegt in dem diese Farbregel gebrochen werden durfte. Nur der König von Jerusalem durfte ein goldenes Kreuz auf silbernem Grund führen.


Die Symbolbedeutung der heraldischen Farben Zum Seitenbeginn

Farbe Planet Edelstein Symbolik
Gold/Gelb Sonne Topas Verstand, Ansehen, Tugend, Hoheit
Silber/Weiß Mond Perlen Reinlichkeit, Weisheit, Unschuld, Keuschheit,
Freude
Rot Mars Rubin Begierde sich um das Vaterland verdient zu
machen
Blau Jupiter Saphir Treue, Beständigkeit
Schwarz Saturn Diamant Trauer
Grün Venus Smaragd Freiheit, Schönheit, Freude, Gesundheit, Hoffnung
Braun kein Planet, sondern Drachenhaupt Hyazinth Naturfarbe
Orange unbekannt unbekannt Naturfarbe


Die christliche Symbolbedeutung der Tiere Zum Seitenbeginn

Tier Symbolik
Adler Königlicher Vogel; Christus; vom Himmel gesandter Helfer des Guten. Bedingt durch seine
Raubgier allerdings auch "böser Geist"
Bär Teufel; Wollust; Unkeuschheit; Trägheit; Jähzorn

Drache

Teufel; Die bösen Mächte; der Feind; der Tod; die Nacht; Drangsale und Plagen aller Art

Schlange

Wie Drache, aber auch Tier der Verführung
Einhorn Christus; Unbesiegbarkeit; Kraft; Keuschheit; Unzähmbarkeit

Greif

Hoffart; Habgier; Kraft; Wachsamkeit
Hirsch Christus; Schlangenbezwinger
Löwe Christus; Mitleid; Großmut; Geheimnis; Wachsamkeit; König der Tiere
Rabe Prediger; Sünder; Teufel; Bote Gottes; Unreinheit; Hartherzigkeit

Der Phoenix unterscheidet sich vom naturalistischen Adler durch Flammen.


Die ritterliche Tiersymbolik im 12. Jahrhundert Zum Seitenbeginn

Tier Symbolik

Löwe

Der Löwe ist ein abstraktes Herrschaftszeichen und hat neben seiner christlichen Symbolik noch folgende aus der Antike überlieferten Eigenschaften: Er steht für Stärke, Kühnheit, machtvolles Auftreten, Großmut und stand im Rahmen des 1. Kreuzzuges für den christlichen Ritter, der den sarazenischen Drachenreiter besiegte. Weiterhin verkörperte der Löwe Macht und die 'miles christi'.
Adler Der Adler ist neben seiner christlichen Bedeutung ein kaiserliches Emblem und verkörpert demzufolge auch Macht. Er ist der Gegenspieler des Löwen, da er und der Löwe zwei feindliche Machtprinzipien vertreten.
Leopard Der Leopard hat keine christliche und, wenn überhaupt, nur eine geringe ritterliche Symbolbedeutung. Die einzige Symbolik die er besaß war, daß er aus dem Ehebruch der Löwin mit einem Panther hervorgegangen ist.

Falke

Der Falke ist eigentlich das Minnesymbol für den Geliebten. Als solcher verkörpert er interessanterweise entweder Treulosigkeit oder besondere Treue.
Eber Der Eber ermöglichte eine breite Skala von Assoziationen: negative und positive Komponenten treffen in ihm aufeinander. Der Eber verkörperte den Helden in der germanischen Tradition, zuchtlose Wildheit, Brutalität, sinnliche Gier und Unreinheit in der christlichen Auffassung.

Einen Großteil der Wappenbilder stellen Tiere dar. Diese sollen eine bestimmte Eigenschaft des Wappeninhabers oder dessen Wunsch diese zu besitzen symbolisieren.
Einige dieser Tiere waren Löwe, Leopard, Bär, Adler und Kranich. Zusätzlich wurden auch Fabeltiere wie Einhorn, Greif, Phönix, Drache und Lindwurm dargestellt.