Wer wüsste nicht was ein Ritter ist. Ein Ritter wie uns allen aus Sagen, Legenden und Mythen bekannt, ist ein Reiter (aus dem Lateinischen „ritare“) der in schwerer Rüstung mit Schwert und Lanze zu kämpfen pflegte, und seinen Wohnsitz in einer Burg hatte. Sollte man den Sagen glauben schenken, so hätte ihr Leben voller Abenteuer und Heldentaten gewesen sein müssen. Doch war es auch wirklich so ???

In dieser Zusammenfassung möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über den Ritter, seine Idealen, seiner Ausrüstung und auch seinen Weg bis zur Schwertleite, vielen auch als Ritterschlag bekannt, aufzeigen.

Wer ist nun Ritter und wer nicht?

Nicht jeder der auf einem Pferd zu kämpfen pflegte war auch ein Ritter. Nehmen wir als Beispiel die Reiterscharen der Steppenvölker, wie die Hunnen, Ungarn und Mongolen. Sie waren bekannt durch ihre Reiterkunst, jedoch würde niemand ausgerechnet diese Völker mit einem Ritter auch nur annähernd vergleichen. Selbst die berittenen Soldaten des römischen Heeres wurden niemals als Ritter bezeichnet, obwohl sie schwere Rüstungen trugen. Selbst eine Gruppe der römischen Oberschicht hatte die Bezeichnung Ritter – „Equites“ hießen die, die direkt nach dem Rang eines Senators kamen. Dennoch hatte ein japanischer Samurai mehr mit einem Ritter gemeinsam, obwohl dieser zu Fuß zu kämpfen pflegte.

Also, aus welchem Grunde prägte sich gerade im Mittelalter der Begriff des Ritters?

Eine Begründung finden wir in unserer heutigen Sprachen. Hier sind immer nach Begriffe lebendig wie zum Beispiel „Ritterlichkeit“, „Ehre“ und „Höflichkeit“. Diesen Idealen pflegte sowohl der Ritter als auch der Samurai folge zu leisten.
Eine andere Begründung ist, daß hier erstmals eine Kombination von ADEL und DIENST zustande kam. Jeder Ritter diente seinem Herrn und war Ihm keine Abgaben schuldig. Er schuldete Ihm nur seine Treue „fides“. Sein Herr schuldete Ihm dieselbe Treue. Ein Produkt dieser Treue war Rat und Hilfe – consilium et auxilium. Unter dieser Vorraussetzung war es dem Ritter möglich ohne Verlust seine Ehre, seines Ansehens und seiner Freiheit zu dienen.

Das Rittertum ist also ein Dienen in Freiheit.

Der Knappe – Idealisiertes Bild Zum Seitenbeginn

Das literarische bzw. uns meist vermittelte Bild ist der Knappen adelig oder zumindest ritterlicher Herkunft. Aus der elterlichern Führsorge entnommen, wird der er in Dienst eines fürstlichen Herrn gestellt. Dort durchläuft er eine Ausbildung am Hofe, die für ihn eine Vorbereitung auf die ritterliche und höfische Gesellschaft sein sollte.
Seine Ausbildung erstreckte sich nicht nur auf die Ausübung des Waffenhandwerkes, sondern auch in geistlicher Hinsicht, um ihm ein Wertbewußtsein zu vermitteln, wie sie den Verhaltensnormen des höfischen Menschenbildes entspricht.

Die Ausbildung des jungen Knappen dient der Entwicklung und der Erprobung der eigenen Fähigkeiten.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt als junger Ritter mit einer Aventuire oder Turnierfahrt.

Der adelige Knappe – Realbild Zum Seitenbeginn

Bis zum 7. Lebensjahr war die Erziehung den Frauen überlassen. Mit ungefähr sieben Jahren kam der für den Ritterstand bestimmter adeliger Junge ins Haus eines Ritters an fremdem Hof und diente dort zunächst als Page; anschließend wurde er Knappe, diente seinem Herrn im Feld und erwarb kriegerische Fertigkeiten. Dort sammelte er durch körperliche Übungen Erfahrungen und stellte seine Geschicklichkeit fest, woraus ein Gewinn an Selbstvertrauen resultierte. Dies waren Vorraussetzungen für Selbstbehauptung und eigenverantwortliches Handeln.

Des Weiteren lernte der Knappe den Umgang mit besonders aggressiven Hunden und mit Falken und exotischen Vögeln. Die Jagdfalken und Habichte mußten mit genauem Wurf von der Hand entlassen werden.
Ein weiterer Ausbildungsabschnitt war die Kenntnis und Beherrschung der Regeln der Etikette.

Der adelige Knappe nahm meist auch an Heerfahrten teil. Man kann wohl kaum davon ausgehen, daß er einer größeren Gefahr ausgesetzt wurde, da ohne sie eine Erhaltung der Dynastie meist nicht möglich war. Daher waren sie eher Begleiter von Königen, Herzögen oder Grafen.

Seine Pflichten am Hof waren zum Beispiel Aufwarten an der Tafel des Herrn oder in der Kemenate, ferne Dienste, die der Herrin galten. Oder aber er hatte Unterstützungsfunktionen als Begleiter eines Ritters bei langen Ritten, Kriegszügen, Belagerungen und Turnieren.

Der Knappe niederer Herkunft – Realbild Zum Seitenbeginn

Im Gegensatz zum adeligen Knappen, wurde der Knappe niederer Herkunft nicht sonderlich geschont. Sein Leib und Leben war nicht sonderlich viel wert. Dies resultiert daraus, daß der Knappe dem Ritter im Privatgefolge unterstellt war und von im unterhalten wurde. Erschwert wurde es zusätzlich dadurch, das er noch nicht volljährig war.

In der Heergenossenschaft war er lediglich eine Rechtsperson niederen Ranges. Vorrangig war sein Dienst am Pferd, dessen Versorgung, das Satteln und Aufzäumen, also Pferdeknechts- und Stallburschentätigkeit. Zusätzlich sorgte er für Brennholz für die Lagerfeuer.
Bedingt durch die strapaziösen Märsche reichte es für die Pferde nicht aus sie mit Grünfutter zu füttern. Es musste Kraftfutter (Hafer) für die Tiere besorgt werden. Wenn das Heer Mangel litt und auf Märkten nicht eingekauft werden konnte und keine Hilfslieferungen zu erwarten waren, wurde Futter notfalls mit Gewalt besorgt. Oft artete es in offenen Raub und Plünderung aus. Diese Arbeiten waren für die Knappen nicht ohne Gefahr und begründeten ihren schlechten Ruf und Geringschätzung bei der Bevölkerung.

Ebenso wichtig war der Transport von Teilen der ritterlichen Bewaffnung, deren Bereithaltung und Hilfestellung beim Anlegen der Rüstung um rasch eine Gefechtsbereitschaft herzustellen.

War der Heergefolgschaft das Kriegglück gewogen, so folgten die Knappen den Kämpfenden und legten den niedergerungenen Feinden Fesseln an, um zu einem späteren Zeitpunkt Lösegeld zu erlangen. Den Toten hingegen wurde deren Hab und Gut genommen. Vorrangig wurden Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel Kettenhemd oder Teilen der Bewaffnung „sichergestellt“. Jedoch ist dazu zu sagen, daß dieser neue Besitz der des Ritters war. An den persönlichen Gegenständen, die sich leichter verbergen ließen, wie zum Beispiel Schmuck, versuchte sich der Knappe zu bereichern. Bei einem Zugriff auf das Lager oder den Troß des Gegners war größere Beute zu erwarten. Um adlige Lebensführung zu gewährleisten, wurden kostbare Gold- und Silbergefäße mitgeführt. Auch Zelte, kostbare Garderobe, Pelzwerk und Gewürze konnten teil der Beute sein.

War jedoch das Kriegsglück dem Heergefolge nicht gewogen bzw. ging die Schlacht verloren, so galt der Knappe als der am verwundbarsten Teil der ganzen Gefolgschaft. Die Ritter konnten sich dank ihrer leistungsfähigen Streitrösser leicht dem Feinde entziehen. Die berittenen Knappen hatten jedoch eine viel geringere Chance zu entrinnen. Vielen sie beim Fall des Lagers in die Hand des Gegners, so waren sie dessen Willkür ausgesetzt. Meist kostete es ihnen das Leben. Von durchbrechenden gegnerischen Verbänden wurden die Knappen angefallen, überritten, verfolgt, eingeholt und niedergemacht. Für gefangene Knappen wurde kein Lösegeld bezahlt.

Bei den Kreuzzügen waren es die Knappen, die den in Gefangenschaft geratenen Heiden, aus Vergeltung und zur Abschreckung, die Köpfe abschlugen, da es für einen Ritter als unehrenhaft empfunden wurde, einen wehrlosen Gegner abzuschlachten.

Die Ausrüstung des Knappen Zum Seitenbeginn

Der Knappe hatte meist nur einen unvollständigen Körperschutz. Er hatte zum Beispiel nur Kettenhaube, Kettenhandschuhe oder ein Kettenhemd mit kurzen Ärmeln. Zusätzlich konnte er noch einen Kegelhelm bzw. Eisenhut als Kopfschutz haben.
Seine Nahkampfbewaffnung waren meist Dolch bzw. Messer. Er führte auch noch Stangenwaffen wie Spieß, Pike bzw. Streitaxt mit einer Stiellänge von ca. 1 m mit sich.
Als Fernkampfwaffe hatte er entweder den Bogen oder die Armbrust.

Die Schwertleite Zum Seitenbeginn

Nach der Beendigung seiner Ausbildung in Bildung und Wehrhaftigkeit konnte der Knappe durch die „Schwertleite“ zum Ritter geschlagen werden.

Der Abend vor der Schwertleite war der Buße gedacht. Hierzu reinigte sich der Knappe symbolisch sowohl Körper, als auch Geist, durch ein Bad. Nach der rituellen Waschung legte er sein weißes Büßergewand an. Danach verbrachte er die Nacht fastend und betend in einer Kapelle oder einer Kirche.

Gewöhnlich wurde am nächsten Morgen eine Messe abgehalten, indem der Knappe und sein Schwert gesegnet wurden.

Es folgte nun die Schwertleite.
 Feierliche Einkleidung
 Umgürtung mit dem Schwert
 Der Pate, der den Knappen zum Ritter erhebt, schnallt Ihm den rechten Sporen an.

Beginn eines Gebetes zur Ritterweihe:

„Domine sancte, pater omnipotens, eterne Deus, qui cuncta solus ordinas et recte disponis, qui ad cohercendum malitiam reproborum et tuendum iustitiam usum gladii in terram hominibus tua salubri dispositione permisisti, et militarem ordinem ad populi protectionem institui voluist…“

[Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott! Alles bestimmt Du allein und ordnest es richtig. Um die Schlechtigkeit der Verworfenen zu züchtigen und die Gerechtigkeit zu schützen, hast du den Gebrauch des Schwertes in heilbringender Anordnung auf Erden gestattet und den Kriegerorden zum Schutz des Volkes einrichten lassen…] zitiert nach Fasoli, Rittertum 207

Mögliche Wortlaute zur Schwertleite:

„Empfange dieses Schwert, daß dir mit dem Segen Gottes verliehen wird damit du stark genug bist mit der Kraft des heiligen Geistes allen deinen Feinden und den Feinden der heiligen Kirche Gottes zu widerstehen und zu besiegen“.

„Im Namen Gottes, des heiligen Michael und des heiligen Georg mache ich dich zum Ritter“.

Zum Abschluß der Schwertleite fanden oftmals Kampfesübungen in Form eines Turniers statt.

Die Ausrüstung des Ritters im Zeitraum 1150 - 1190 Zum Seitenbeginn

Die Rüstung des Ritters im 11. Jahrhundert bestand meist aus dem traditionellen, knielangen und kurzärmeligen Panzerhemd, daß oft mit einer angearbeiteten Kapuze versehen war. Dieses Panzerhemd war ein Geflecht aus genieteten Ringen. Die geläufigste Bezeichnung hierfür war „brünne“ (frz. briogne), was anscheinend auf das keltische Wort „bruin“ für Leib zurückzuleiten ist. In Deutschland existiert das Wort „ sarwat „ (Kriegskleid wonach sich deutsche Panzermacher „sarwürgker“, nannten.). Das Panzerhemd wurde mit vielen Lederriemen festgezurrt, bis es richtig saß.
Ganz zu Ende der Periode wurden an den Ärmeln Fausthandschuhe angeschlossen. Ein Schlitz über dem Handgelenk erlaubte es, mit der Hand herauszuschlüpfen. Dieser Schlitz muß mit einem Verschluß oder Zug versehen sein, um das unbeabsichtigte abstreifen der Fäustlinge zu verhindern.

Eine weitere Komplettierung der Rüstung stellte die nun allgemein übliche Verwendung der früher sehr seltenen Beinlinge aus Ringelgepflecht dar. Sie hingen an einer Art Strumpfbandgürtel und waren entweder hinten durchgehend zu verschnüren oder strumpfartig rundherum geschlossen.

In Französische Quellen des 12. Jahrhunderts ist außerdem von einem gepolsterten Kleidungsstück, dem „Gambeson“, hinter dem sich das deutsche Wort „Wams“ verbirgt, die Rede.

Nach östlichem Vorbild wurde ein ärmelloser Waffenrock über dem Kettenhemd getragen. Er schützte es nicht nur vor der Aufladung durch Hitze und vor Regen, sondern diente zugleich der prunkvollen, herrenmäßigen Ausstattung. Über dem Waffenrock wurde ein kostbar verzierter Rittergürtel, an dem eine kleine Ledertasche angehangen war, getragen. Weiter, obwohl in den Quellen selten bezeigt, trug der Ritter einen Dolch oder Dolchmesser (misericordia - genadmirgott) an seiner rechten Seite.

Die Hauptwaffe des Ritters waren Schwert und Speer

Die Attacke mit dem unter den Arm geklemmten Speer war eine persische Erfindung. Sie wurde in Europa seit dem Ende des 11. Jahrhunderts eingeführt und hieß hier die fränkische oder schwäbische Kampfart. Die langrechteckigen Speerfahnen dienten als Orientierungsmittel.

Die Form des Schwertes hat sich im Laufe der Zeit nicht viel verändert. In Deutschland zum Beispiel war der Pilzknauf weit verbreitet. Ansonsten besaß das Schwert einen kurzen Griff, gerade Parierstangen und eine Klinge mit breiter Blutrinne und gerundetem Ende.

Die Schwertgürtel waren noch einfache Bindegürtel, von denen Riemen abzweigten, die in einer oft sehr komplizierten Art um die Scheide geschlungen und verknotet waren.

Die Pferde des Ritters:
 Palafridus als Reitpferd
 Dexstrarius als Streitross bei Kampfhandlungen
 Ein Packpferd Roncinus oder Maultier auf dem die Rüstung, Ersatzlanzen, Verpflegung, Futtersäcke und andere Dinge untergebracht sind.
 und zwei berittene Knappen.

Die Beschäftigung des Ritters im Frieden Zum Seitenbeginn

Die hohe Zeit des Ritters war zwischen Ostern und Pfingsten. Der Enge des Winters und der Beschränkung des Fastens entronnen, bereiteten sich Mensch und Tier darauf vor, bei Spiel und Krieg wieder einer guter Figur zu machen, denn man musste sich bereit halten, da der Herr im laufe des Frühjahres meist zum Hofe zog. Dort wollten König und Fürsten Heerschau halten, um zu sehen wie gut gerüstet und welche Wehrhaftigkeit seine Mannen hatten. Dies ist auch aus einem Gedicht von Goethe zu erkennen:

Pfingsten, das liebliche Fast, war gekommen;
Es grünten und blühten Feld und Wald;
Auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sprosste von Blumen in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.
Nobel, der König, versammelt den Hof und seine Vasallen
Eilen gerufen herbei mit großem Gepränge; ….
[Reineke Fuchs, Beginn des ersten Gesanges]

Künstler (Spielleute, Musiker, Gaukler und Narren, die seit dem 12. Jahrhundert überliefert sind) boten am Hof ihre Dienste an für Nahrung und Kleidung und hofften durch den Großmut des Hofherrn kostbare Geschenke zu bekommen.

Jedoch waren diese Turniere und Fest nicht die Hauptbeschäftigung der Ritter und des Adels. Im Mittelalter gehörten die Wälder und damit das Jagdrecht der herrschenden Klasse.
Während der Bauer nur Kleinwild jagen durfte, war die Jagd auf Rotwild, Wildschweine und Baren ohnehin herrschaftliches Privileg. Die Jagd war Demonstration der sozialen Stellung, Repräsentation der Herrschaft, körperliche Übung und Mutprobe zugleich. Die Jagd war ein adliges und damit ein ritterliches Privileg. Die Jagd stellt das adelige Vergnügen schlechthin dar. Dieses Vorrecht war bis in die Neuzeit eifersüchtig gehütet. Die Jagd war eine Kunst. Das Beherrschen der Waffen, organisierte Reiter im Verband, der Umgang mit Pferden und Hunden, das galt als Ritterarbeit. Am Ende des gelungen Jagdtages vereinte sich die gesamte Jagdgesellschaft, nicht nur die Herren, an einer Tafel, zu einem so genannten Jagdfest. Aber die Jagd war natürlich noch mehr als das alles. Während der Jagd werden die niederen Instinkte im Menschen erweckt. Die Freude an der Bewegung, der Macht und am Töten führten zu einer Art Rausch. Während einer solchen Jagd konnte alles geschehen. Natürlich ist das Jagen voller erotischer Symbolkraft und es wird auch meist nicht dabei geblieben sein. Die Bauern fürchteten die Jäger und versteckten die Mädchen, bevor sie zur Beute werden konnten.
Natürlich war die Jagd, wie jede Kampfeskunst, der Geistlichkeit verboten. Aber ebenso, wie Geistlichen mit ihren Rittern in die Schlacht zogen, mag es auch den ein oder anderen unter ihnen gegeben haben, der mehr vom Hundezüchten verstand als davon eine Messe zu lesen.

Im Inneren der Burg bildeten Spiele nicht nur für Damen einen beliebten Zeitvertreib. Vor allem Würfelspiele und Brettspiele mit teilweise kostbaren Spielsteinen. Unter freiem Himmel wurde zur Kurzweil mit Ringen, Kugeln und Bällen gespielt. Auch „colin de moulin“ (Blindekuh) gehörte in den höfischen Rahmen.
Ein besonders beliebtes Brettspiel war das Schachspiel. Das ursprünglich in Asien beheimatete Spiel wurde im mittelalterlichen Europa gern als Gleichnis für die bestehende ständische Gliederung der Gesellschaft gesehen. Hinter der großen Gruppe der gleichförmigen und leicht zu opfernden Bauern stehen die Figuren höheren Ranges, die sich durch ihre Bedeutung und Bewegungsmöglichkeiten unterscheiden.

Quellen:
„Das Mittelalter – Die Welt der Bauern, Bürger, Ritter und Mönche“ von Dieter Hägermann
„Ritter – Knappen – Edelfrauen“
„Curialitas“ von Hg. Josef Fleckenstein
„Der Knappe - Erziehung und Funktion“ von Lutz Fenske
„Leben im Mittelalter“ von H.W. Goetz

Verfasser:
Stefan Schmidt