-Auszüge-

 

Die Begründung
„….sie haben die Länder der Christen mehr und mehr besetzt und diese siebenfältig besiegt, wobei viele getötet oder gefangen genommen wurden, Kirchen zerstört worden sind und das Reich Gottes verwüstest wurde. Wenn Ihr sie weiter gewähren lasst, werden sie noch viel weiter die Oberhand über die Getreuen Gottes gewinnen.“
„Sie beschneiden die Christen und das Blut der Bescheindung gießen Sie auf den Altar oder in die Taufbecken. Es gefällt ihnen, andere zu töten, indem sie ihnen die Bäuche aufschneiden, ein Ende der Därme herausziehen und an einen Pfahl binden. Unter Hieben jagen sie sie um den Pfahl, bis die Eingeweide hervordringen und sie tot auf den Boden fallen…. Ihr solltet von dem Umstand berührt sein, dass das Heilige Grab unseres Erlösers in der Hand eines unreinen Volkes ist, das die heilige Stätten schamlos und gotteslästerlich mit seinem Schmutz besudelt.“

Der Lohn im Himmel...
„Wer nun aus Frömmigkeit und nicht zur Erlangung von Ehre und Geld zur Befreiung der Kirche Gottes nach Jerusalem aufgebrochen ist, dem soll die Reise auf jede Buße angerechnet werden.“
„Allen jedoch, die dorthin gehen, wird die sofortige Vergebung der Sünden zuteil, wenn sie auf dem Marsch, bei der Überfahrt oder im Kampf gegen die Heiden die Fesseln des Erdenlebens ablegen.“

...und auf Erden
„Das Land, das ihr bewohnt, vom Meer und Gebirgen eingeschlossen, ist durch eure große Zahl zu eng geworden. Es enthält keinen Überfluss an Reichtum und die Nahrung reicht kaum für ihre Erzeuger aus.“
„Macht euch auf den Weg zum Heiligen Grab, entreißt dieses Land dem frevelnden Volk, unterwerft es euch. Dieses Land ist von Gott den Söhnen Israels zum Eigen gegeben worden, wo Milch und Honig fließen, wie die Schrift sagt. Jerusalem ist der Nabel der Welt, das Land ist fruchtbarer als andere, ein zweites Paradies der Lustbarkeiten.“
„Jede Stadt jenseits des Meeres, die dem Joch der Heiden entrissen wird, soll für immer in Besitz genommen werden.“

Einschränkungen
„Ihr mögt aber wissen, dass wir allen denen, die sich nicht aus Habgier nach irdischem Vorteil, sondern nur für das Heil ihrer Seele und zur Befreiung der Kirche auf den Weg machen, die gesamte Bußstrafen der Sünden, über die sie aufrichtig und vollständig gebeichtet haben, erlassen…. Wir räumen aber weder Klerikern noch Mönchen die Möglichkeit ein, die dorthin gehen, ohne die Erlaubnis ihres Bischofs oder Abts. Weiterhin mögen die Bischöfe dafür sorgen, ihre Pfarrkinder nicht ohne Rat und Fürsorge ihrer Geistlichen ziehen zu lassen. Bei verheirateten jungen Männern ist dafür Sorge zu tragen, dass sie eine solche Reise nicht leichtfertig ohne die Nachsicht ihrer Ehefrauen antreten."